Bankwechsel bei Umschuldung häufig lohnend
Bei der Umschuldung einer Hypothek bringt ein Wechsel des Instituts in vielen Fällen finanzielle Vorteile in Form günstigerer Konditionen mit sich. Eine frühzeitige und umfassende Marktsondierung lohnt sich daher in jedem Fall.
Da die Baufinanzierer im Zuge der Krise immer weniger neue Kunden für sich gewinnen können, steigt unter den Instituten der Kampf um die Anschlussfinanzierungen. Gerade in der aktuellen Niedrigzinslage ist die Gelegenheit zu einer Umschuldung auf einen besseren Vertrag günstig. Viele Umschulder bleiben hierbei aus Treue oder Bequemlichkeit bei ihrem alten Institut und nehmen die von diesem gewährten Konditionen hin. Teilweise wird auch die geltende Frist zur Ankündigung der Umschuldung verpasst: Denn oft muss ein Kunde, dessen Zinsbindung ausläuft, seiner Bank spätestens drei Monate vor Vertragsende mitteilen, ob und zu welchen Konditionen er den Kredit verlängern möchte.
Der alten Bank die Treue zu schwören, bringt aber nicht unbedingt besondere Rabatte oder Boni mit sich. Im Gegenteil, oft sind die Konditionen für Neukunden sehr viel attraktiver als für solche, die bereits seit einigen Jahren ihre Schulden bei der Bank tilgen. Daher sollten die Angebote möglichst vieler Konkurrenzanbieter im Vorfeld rechtzeitig und ausführlich unter die Lupe genommen werden, bevor die Entscheidung bezüglich der Umschuldung letztendlich fällt. Hier gibt es zahlreiche Hilfestellungen wie Verbraucherportale, Vergleichs- und Test-Dienste, die den Überblick über den Markt erleichtern und die für den jeweiligen Kunden am besten passenden Angebote herausfiltern können.
Sparen durch Fremdgehen
Falls bei einer anderen Bank ein attraktives Angebot ausfindig gemacht wurde, ist der Wechsel einfach und kostengünstig durchführbar. Die neue Bank kümmert sich in der Regel um alle Aspekte des Wechsels, sodass Sie ohne viel Stress die günstigen Konditionen nutzen können. Wie die “Stiftung Warentest” bestätigt, kostet die Abtretung der Grundschuld an die neue Bank in der Regel nicht mehr als 0,3 Prozent der Restschuld. Danach fallen für den Kunden nur noch die üblichen Gebühren für die Änderungen im Grundbuch an.
Des Weiteren ist es oft sinnvoll, sich frühzeitig über die Zinslage zu informieren, da es Möglichkeiten gibt, sich diese bereits vor Ablauf des Vertrages zu Nutze zu machen. Durch ein Forward-Darlehen kann sich der Kunde beispielsweise bereits bis zu fünf Jahre vor der Umschuldung die dann gültigen Zinsen für ihren Anschlusskredit sichern. Dieser Zinssatz ist dann fest – es ist also folglich eine Medaille mit den berühmten zwei Seiten. Steigt das Zinsniveau in der Folgezeit an, profitiert man von der frühzeitigen Sicherung der niedrigen Zinsen, fällt es jedoch, bezahlt man mehr als nötig. Bezogen auf die momentane Situation ist jedoch wohl nicht damit zu rechnen, dass die Zinsen innerhalb der nächsten Jahre noch deutlich unter das aktuelle Niveau fallen – eher das Gegenteil wird wohl der Fall sein. Daher lohnt es sich auch für Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung erst in einigen Jahren ausläuft, sich durch ein Foward-Darlehen die momentan niedrige und günstige Zinslage vorzeitig zu sichern.