Dispositionskredit umschulden
Die Zinsen, die von den Banken auf einen bei Kontoüberziehung gewährten Dispositionskredites erhoben werden, sind trotz der niedrigen Leitzinsen noch sehr hoch. Hier lohnt sich die Umschuldung auf einen günstigeren Ratenkredit.
Der Leitzins ist innerhalb weniger Monate von über vier auf nun 1,0 Prozent abgesackt. Wer nun allerdings glaubt, die generell recht hohen Dispozinsen würden diesen Trend mitmachen, hat sich getäuscht. Lediglich fünf Prozent beträgt ihre Senkungsrate – kein Vergleich zu dem Kurs der Zentralbank.
Aufgrund dieser ungünstigen und teuren Situation bei einer Überziehung des Kontos raten Verbraucherschützer generell davon ab, einen Dispositionskredit bewusst und in größerem Stil als direktes Finanzierungsmittel aufzunehmen. Stattdessen sollte er nur im Notfall zum Erhalt der Zahlungsfähigkeit eingesetzt und ansonsten durch ausreichende Kontodeckung vermieden werden.
Hohe Einsparchance
Dies ist natürlich nicht immer für jeden möglich. Falls ein Dispokredit aufgenommen werden muss, sollte er entweder schnellstmöglich abbezahlt oder umgeschuldet werden. Die Alternative der Umschuldung ist vor allem für Kreditsummen geeignet, die nicht in absehbarer Zeit, sprich kurzfristig getilgt werden können. Sie ist in der Regel problemlos durchführbar und bewahrt den Kreditnehmer vor den Risiken und Kosten des Dispokredites.
Als Ziel der Umschuldung kann ein regulärer Ratenkredit angepeilt werden, der in den meisten Fällen sehr viel günstiger und übersichtlicher ist. Die Umschichtung auf die Methode der monatlichen regelmäßigen Abbezahlung der Schulden bewirkt oft deutliche Einsparungen von durchaus bis zu 50 Prozent und ermöglicht es dem Schuldner, über die bestehenden Darlehen und Kosten eine bessere Kontrolle zu haben.