Immobilienbranche pessimistisch

Ein Großteil der Immobilienbranche rechnet im Zuge der Krise mit einem dramatischen Preiseinbruch und Problemen bei der Kreditprolongation. Das ergab eine Umfrage des Immobilienmanager-Verbandes “Royal Institution of Chartered Surveyors” (RICS).

Dabei wurden nach Informationen der “Welt” mehrere hundert Investoren, Eigentümer, Entwickler, Bauträger, Makler, Gutachter und Berater schriftlich und umfassend zu ihren Erwartungen und Zukunftsprognosen bezüglich ihres Metiers befragt. Die Antworten seien geradezu “schockierend”, zitiert die Zeitung RICS-Chef Ulrich Jacke. So würden nach Ansicht der Branchenvertreter die Miet- und Kaufpreise sinken, das Projektentwicklungsgeschäft zum Erliegen kommen und die – im nächsten Jahr in zahlreichen Fällen anstehende – Prolongation von Krediten ins Stocken geraten.

Krise untergräbt Vertrauen

Die Verhandlungsbereitschaft der Banken entscheide direkt über Projekte, Investments und auch Jobs, so die “Welt” weiter. Angesichts der Unsicherheit auf dem Bankensektor sei diese Bereitschaft jedoch alles andere als ausgeprägt, weswegen die Insolvenz von Firmen und der Abbau von Arbeitsplätzen in der Immobilienbranche nur eine Frage der Zeit seien. “Die Ergebnisse sind negativer, als wir gedacht hatten”, fasst Jacke die Auswertung der Befragung zusammen. Alle immobilienbezogenen Berufsgruppen würden demnach also die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in absehbarer Zeit direkt zu spüren bekommen.

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