Ecuador will nur legitime Schulden zurück zahlen
Raffael Correa, der Präsident Ecuadors, plant, nur als legitim erachtete Auslandsschulden in Zukunft zurückzuzahlen. Diese Drohung hatte er bereits vor zwei Jahren im Präsidentschaftswahlkampft geäußert. Der oberste Staatsdiener tritt für einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts ein. Kommenden Montag werden 30,6 Millionen Dollar Zinsen fällig. Diese sollen nun nicht den eigens vorgesehenen Empfängern überwiesen werden, da es sich um illegitime und unmoralische Schulden handeln würde. Aus diesem Grund werde Ecuador von den Gläubigern einen hohen Nachlass verlangen. Eigentlich wäre die Zinzahlung schon zum 15. November fällig geworden. Der Schuldenberg des Andenstaates beläuft sich auf 4,16 Milliarden Dollar. Ecudors Haushalt hängt zu 40% von Erdölverkäufen ab. Die finanzielle Lage Ecuadors wird durch den Preisrückgang bei Rohöl belastet.